Sonntag, 13. August 2017

Lila Landschaft

Blühendes Heidekraut – heute am Wegesrand auf dem Hässelberg südlich von Hankensbüttel fotografiert.
Wer Lust auf lila Landschaften hat, sollte jetzt zu uns in die Heide kommen. Zwar wird die die Heideblüte voraussichtlich erst Ende dieses Monats ihren Höhepunkt erreichen, aber vielerorts steht die Besenheide (Calluna vulgaris) bereits jetzt in voller Blüte – nicht nur auf den weitläufigen Heideflächen, sondern auch an Wald- und Wegrändern.
Tipp: Beim Tourismusverband Lüneburger Heide lässt sich die Entwicklung der Heideblüte anhand eines täglich aktualisierten "Blütenbarometers" – das zeigt zurzeit 25 Prozent an – und aktueller Fotos auch aus der Ferne verfolgen.

Dienstag, 8. August 2017

Blick aus dem Küchenfenster

Im Halbschatten unter dem Blätterdach des großen Nussbaums im Innenhof fühlt sich die Rispenhortensie offenbar so richtig wohl und entwickelt jedes Jahr aufs Neue üppige, champagnerfarbene Blütenrispen.
Das Schöne an Hortensien ist, dass sie ohne großen Pflegeaufwand so üppig und ausdauernd blühen. Sie sollten deshalb in keinem Garten fehlen. Auch wir haben etliche Exemplare. Allerdings stehen wir nicht so sehr auf die in kräftigen Blau- und Rottönen blühenden Hortensien. Umso mehr lieben wir unsere weiß blühende Kletterhortensie an der Nordwand und die Rispenhortensie mit ihren geradezu riesigen, champagnerfarbenen Blüten im Innenhof. Der Blick aus dem Küchenfenster begeistert uns jeden Tag aufs Neue.

So schön ist zurzeit der Ausblick aus dem Küchenfenster.

Mittwoch, 2. August 2017

Blühstreifen gegen Betonköpfe

Unser Blühstreifen vor dem Vorgartenzaun bzw. der Vorgartenmauer.
"Eine Schande" urteilten 70+-Dorfbewohner über unseren artenvielfältigen, naturnahen Vorgarten, in dem nichts in Reih und Glied steht. Uns ist egal, was die Leute sagen – wenn sie denn sonst keine Probleme haben ... . Uns gefällt der "wilde" Vorgarten, und die Bienen, Hummeln und Schmetterlinge lieben ihn.
In diesem Sommer sind wir noch einen Schritt weiter gegangen und haben den eine Handbreit schmalen Streifen zwischen Gartenzaun und dem hässlichen Betonverbundsteinpflastergehweg in einen Blühstreifen verwandelt. Die Betonköpfe im Dorf sollen selbst entscheiden, ob sie das als Provokation oder Charme-Offensive empfinden.
Wir haben bereits viele Komplimente für den Blühstreifen erhalten – allesamt von Auswärtigen.

Zwischen dem grauen, toten Beton sprießt buchstäblich das blühende Leben.

Freitag, 28. Juli 2017

Positiv formuliert: abwechslungsreich

Will es etwa schon dunkel werden? Es ist doch erst 16:51 Uhr.
Wenn dieser Sommer ein Prädikat verdient, das nicht wertend gemeint ist, dann dieses: wechselhaft. Das hat sich heute wieder einmal bestätigt. Ich bin mit dem Fahrrad auf dem Weg zur Post im 5 km entfernten Nachbarort. Als ich losfahre, hat es gerade angefangen zu regnen. Doch auf halber Strecke ist der Regen schon wieder vorbei, und im Nachbarort scheint die Sonne, und es ist so heiß, dass ich schleunigst die Jacke ausziehen muss, um nicht zu hyperventilieren. Auf dem Rückweg bleibt es trocken, aber ich muss gegen heftige Windböen anstrampeln, und von Westen her nähert sich eine dicke, schwarze Wolkenwand. Au weia, hoffentlich schaffe ich es noch bis nach Hause, bevor das Gepladder losgeht!
Geschafft! Aber wo ist die Wolkenwand hin? Sie ist einfach über mich hinweggezogen, ohne sich zu entleeren.
Auch fürs Wochenende ist unbeständiges Wetter vorhergesagt – oder positiv formuliert: abwechslungsreiches Wetter.

Die Wolkenwand sah bedrohlich aus, stellte sich dann aber doch als harmlos heraus.

Dienstag, 25. Juli 2017

Gut getarnt

Nicht jeder Raupe ist es vergönnt, sich irgendwann in einen Falter verwandeln. Viele von ihnen fallen zuvor den Vögeln zum Opfer, für die so eine Raupe buchstäblich eine fette Beute ist. Die beste Überlebensversicherung für eine Raupe ist eine gute Tarnung. Die des Exemplars auf unserem Foto, am Wochenende fotografiert in unserem Garten, ist geradezu perfekt:

Hoffentlich frisst die Raupe nicht das ganze Blatt auf. Dann wäre ihre Tarnung futsch.

Sonntag, 23. Juli 2017

Strohballen auf Stoppelfeldern

Gegen Abend werfen die Strohballen lange Schatten auf die Stoppelfelder.
Mit der Gerste hat die Getreideernte begonnen, und jetzt liegen auf den Stoppelfeldern große, goldgelbe Stroh-Rundballen herum und warten darauf, eingesammelt zu werden. Obwohl die Stoppelfelder zum Sommer gehören, haben sie doch etwas Herbstliches, und das ist ja eigentlich auch schön, denn ich liebe den Herbst mehr als den Sommer, der sich leider auch heute wieder schwülwarm präsentierte. Auf diese drückende Hitze kann ich gerne verzichten.

Samstag, 22. Juli 2017

Einmal waschen, bitte!

Aus der Regenrinne fallen noch einzelne Trop-
fen in die bereits randvoll gefüllte Regentonne.
Auf der einen Seite die graue Front, die abrückt, auf der anderen letzte nachfolgende Wolken und dazwischen Sonnenschein. Überall tropft und rinnt es, der Garten ist einmal kräftig übergebraust,  die Erde ganz dunkel vor Nässe. Den ganzen Morgen und Vormittag fiel der Regen, mitunter auch recht heftig, aber nicht wie bei einem Unwetter. Wieder einmal Glück gehabt, auch diese Gewitterfront ist ohne Gedöns an uns vorbeigezogen, hat nur die schon wieder benötigte Feuchtigkeit zurückgelassen, der Garten sieht aus wie frisch belebt, nur hier und da neigen sich Zweige. Aber schon fliegen wieder die ersten Schmetterlinge, Bienen und Hummeln, die der Regen zur Zwangspause verdonnert hatte.
An den Nachtkerzenblüten, die in der Dunkelheit so schön leuchteten und am Morgen schon wieder schlapp herunterhängen, glitzern noch einige Tropfen. Ebensolche Wasserperlen verzieren die noch junge Lupine, die sich trotzdem schon zum Blühen entschlossen hat.
Die Regentonnen sind wieder gut gefüllt, jetzt heißt es abwarten, der nächste Guss ist bereits angekündigt …

Nasse Nachtkerzenblüte.
Die kleine Lupine hat sich mit Wasserperlen geschmückt.